Refeeding-Planer
Trag ein, wie lange du gefastet hast. Du bekommst einen Plan für jeden Aufbautag — was erlaubt ist, was noch nicht, welche Menge und worauf du achten musst. Grundregel: je länger gefastet, desto langsamer und kleiner der Einstieg.
Warum der Aufbau wichtiger ist als das Fasten
Die gefährlichste Phase eines Wasserfastens ist nicht das Fasten, sondern das Wiederessen. Beim Fasten stellt der Körper auf Fettverbrennung um und fährt den Insulinspiegel herunter. Kommt dann plötzlich viel Kohlenhydrat, schießt Insulin nach oben und schiebt Phosphat, Kalium und Magnesium schnell in die Zellen. Im Blut können diese Werte gefährlich absinken — das ist der Kern des Refeeding-Syndroms. Die Folgen reichen von Muskelschwäche und Wassereinlagerungen bis zu Herzrhythmusstörungen.
Deshalb rechnet dieser Planer die Länge des Aufbaus aus der Fastendauer: etwa ein Aufbautag pro drei Fastentage, mindestens zwei und höchstens vierzehn Tage. Je länger du gefastet hast, desto länger bleibt der Plan in den vorsichtigen Stufen.
Wie du den Plan benutzt
- Sehr langsam essen. Der Darm hat pausiert. Ein Signal genügt, eine Ladung überfordert ihn.
- Kleine Portionen, häufiger. Vier bis sechs kleine Mahlzeiten sind am ersten Tag besser als zwei normale.
- Blähendes später. Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte sind die häufigste Ursache für Beschwerden in den ersten Aufbautagen.
- Eiweiss ab der Mitte. Es schützt die Muskulatur — aber nicht am ersten Tag und nicht in Menge.
Wann du das nicht allein machen solltest
Ab etwa zehn Fastentagen gehört der Aufbau ärztlich begleitet, weil Elektrolyte und Blutwerte kontrolliert werden sollten. Das Gleiche gilt bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme — dann gibt dieser Planer bewusst keine Mengen aus, sondern nur die Stufenfolge als Gesprächsgrundlage für deine Praxis.
Wenn du mitten im Fasten abbrechen musst, findest du die verkürzte Sofortversion im Notfallmodus der App — dort ist sie ohne Suchen erreichbar und funktioniert auch offline.